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BLACKOUT - was tun wenn es „finster“ ist…



Schon seit einiger Zeit begleitet uns ein Wort, welches auf den ersten Blick in Zeiten, in denen Anglizismen ohnedies modern geworden sind, schon sehr lange Einzug in unseren allgemeinen Sprachgebrauch gehalten hat - BLACKOUT! Was ist dieser BLACKOUT aber nun, was bedeutet er in Zusammenhang mit unseren täglichen Routinen und wie können wir uns darauf bestmöglich vorbereiten? Als BLACKOUT bezeichnet man den großflächigen Ausfall des Stromnetzes für einen längeren Zeitraum und wahrscheinlich sogar über mehrere Länder (man geht dzt. von mehreren Tagen bzw. vielleicht einer Woche aus). Da lt. Einschätzung vieler Experten ein solcher BLACKOUT ein sehr realistisches Bedrohungsszenario darstellt und nach vielfacher Meinung die Frage nicht „ob“ sondern viel mehr „wann“ lautet - möchten wir Ihnen mit diesem Beitrag ein paar Tipps zur Vorsorge bzw. auch zum Verhalten im Ernstfall geben! Wichtig dabei ist: eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass der Ernstfall, sollte er eintreten, hoffentlich gar nicht so ernst wird!


Wie bereite ich mich also auf einen längeren Stromausfall vor? Das WICHTIGSTE zuallererst: Bewahren Sie im Ernstfall Ruhe und handeln Sie ruhig, besonnen und überlegt!


Bestandsaufnahme im eigenen Wohnbereich / Lebensumfeld:

Was ist alles mit Strom betrieben - auf was muss ich ggf. verzichten bzw. wie wirkt sich das auf meine persönliche Situation aus?
Heizung / Warmwasser / Kochen / Kühl- bzw. Lagergeräte

Kann ich ohne Strom heizen?

✔ Ofen für feste Brennstoffe (Holzvergaser, Kaminofen, etc.). ✔ Ausreichende Bevorratung von Brennstoffen (Holz, Kohle, Brikkets, etc.).

Wie kann ich Wasser erhitzen / abkochen bzw. welche Möglichkeiten habe ich ohne Strom Nahrungsmittel zuzubereiten ? ✔ Kochen mit Gas (Campingkocher, Griller, Brennpaste etc.) ACHTUNG - unbedingt Bedienungsanleitung beachten! ✔ Kochen auf einem ev. vorhandenen Holzhofen. Welche Lebensmittel kann ich bevorraten, ohne diese kühlen / tiefkühlen zu müssen?


✔ Trinkwasser (2 Liter pro Person und Tag) für mindestens eine Woche für alle haushaltsangehörigen Personen. ✔ Trockennahrung wie Reis, Nudeln, Fertigsuppen, Gemüse-/Fleisch-/Fischkonserven, Mehl, etc. Hier finden Sie die detaillierte Checkliste des OÖ Zivilschutzverbands.

Kommunikation

Wie kommuniziere ich ohne Telefon / Handy / Internet? ✔ Kennt man die Warnsignale für den Ernst-/Katastrophenfall und wie reagiert man richtig darauf? ✔ Dynamo- oder Batteriebetriebenes Radio anschaffen.

✔ Ev. "Walky Talky" (kleine Hand - Funkgeräte mit geringer Reichweite) für die Kommunikation mit Bezugspersonen (Nachbarn / Familienangehörige / Freunden) auf kürzere Distanzen falls der eigene Wohnbereich nicht verlassen werden kann.

Beleuchtung

Wie sind die "Wege" in meinem Wohnbereich? ✔ Finde ich meine Ersatzleuchtmittel auch "blind" bzw. wo sind diese gelagert um rasch griffbereit zu sein? ✔ Bevorraten Sie ausreichend Hilfsmittel zur Beleuchtung wie etwa Kerzen, Zünder, Feuerzeug, Taschenlampen, Batterien, Powerbanks (ev. mit Solarlademöglichkeit).

✔ Üben Sie das Auffinden dieser Utensilien bei Dunkelheit mit Ihren Familien- mitgliedern. ✔ Definieren Sie Fluchtwege um bei einem Notfall (Brand, etc.) auch in völliger Dunkelheit rasch aus dem Gebäude zu kommen und beüben Sie diese.


Autonome Stromversorgung

Habe ich eine Möglichkeit mich unabhängig kurzfristig mit Strom zu versorgen? ✔ Technische / bauliche Voraussetzungen für eine interne und/oder externe Not- stromversorgung schaffen wie z.B. ✔ Notstromaggregat (ACHTUNG - Bedienungsanleitung beachten!) ✔ Photovoltaikanlage ✔ Stationäre Stromspeicheranlagen


Artikel des täglichen Bedarfs bzw. Medikamente und / oder Dokumente

Habe ich genügend Vorrat an den wichtigsten Medikamenten zu Hause bzw. bin ich ausreichend mit Hygieneartikeln versorgt? ✔ Hygieneartikel: Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Shampoo, Toilettenpapier, Binden oder Tampons, Vollwaschmittel, Müllbeutel, Putzmittel. ✔ Medikamente bei chronischen Erkrankungen, Schmerzmittel, fiebersenkende Arzneien, Medikamente für Kinder, Fieberthermometer, etc. Sind die wichtigsten Dateien / Dokumente etc. griffbereit, für den Fall, dass ich aus irgendwelchen Gründen rasch meinen Wohnbereich verlassen muss? ✔ Notfallrucksack packen (wichtige Dokumente - Kopien, wasserdicht verpackt). ✔ Wichtige Dateien auf USB Sticks sichern und ebenfalls einpacken. ✔ Ggf. Fotos von Haus / Wohnung / wertvollen Gegenständen anfertigen und ebenfalls auf einem Datenträger sichern um später bei Versicherungen entspr. Ersatzansprüche geltend machen zu können.


Logistik / Transport / Verkehr

Wie bzw. mit welchen Fahrzeugen kann ich mich fortbewegen bzw. wie / womit kann ich einen raschen Rücktransport meiner Familienmitglieder organiseren? ✔ Kraftfahrzeuge - was steht mir zur Verfügung und sind diese in einem verwendungsfähigen Zustand (ausreichend getankt / aufgeladen)? ✔ Fahrzeuge rechtzeitig tanken / laden und nach Möglichkeit nicht unter „halbvoll“ entleeren. ✔ Wo befinden sich meine Familienmitglieder zu welcher Tageszeit / an welchem Wochentag und wie kann ich einen raschen Rücktransport in den eigenen Wohnbereich organisieren? ✔ Wochenplan erstellen und fixe Treffpunkte definieren.

Selbstverständlich treffen auch wir als Feuerwehr sowie andere Blaulichtorganisationen bzw. Behörden und auch das österr. Bundesheer schon seit längerem Vorkehrungen, um im Ernstfall unsere zentralen Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung auch weiterhin wahrnehmen zu können. Unser Feuerwehrhaus bzw. unsere Systeme sind so ausgelegt, das wir uns für eine gewisse Zeit selbstständig und unabhängig mit elekrt. Energie versorgen können. Weiters gibt es Einsatzpläne, welche regelmäßig evaluiert bzw. an geänderte Situationen angepasst werden, um im Ernstfall rasch reagieren zu können und vor allem kritische Infrastruktur am Laufen zu halten. Auch die Einsatzkräfte selbst werden immer wieder in der Handhabung der für so einen Fall relevanten Einsatzmittel geschult, bzw. (vor allem die Führungskräfte) auch mittels Planspielen auf unterschiedlichste Szenarien trainiert! Nicht zuletzt werden / wurden seitens der öffentlichen Hand aber auch seitens der Feuerwehr selbst in den letzten Jahren beträchtliche Mittel aufgewendet, um sowohl die Infrastruktur wie auch Fahrzeuge und Gerätschaften in Hinblick auf ein solches Szenario vorzubereiten bzw. entsprechend aus- und aufzurüsten! Ihre Feuerwehr Gramastetten ist gut vorbereitet, bitte leisten auch Sie Ihren Beitrag zur Vorbereitung / Vorsorge, um im Ernstfall gemeinsam gut und sicher die Zeit bis zur Wiederherstellung unserer liebgewonnenen Normalität zu überbrücken!


Weiterführende Informationen erhalten Sie auch unter dem folgenden Link: Blackout - Zivilschutz OÖ



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