Brandeinsatz am 21.07.2022

Aktualisiert: 22. Juli

In den Abendstunden des gestrigen 21. Juli zog ein heftiges Unwetter, begleitet von Starkregen und vielen Blitzen über Gramastetten. In der Regel begeben sich einige Kameraden in diesem Fall schon vorsorglich ins Feuerwehrhaus - so auch gestern. Wir hatten gerade (nach dem auch der Strom ausgefallen war) die Notstromversorgung des Feuerwehrhauses hergestellt, als gegen 21 Uhr die Sirene losheulte. Da unser neues Einsatzleit- und Informationssystem (kurz E.L.I.S.) genauso wie die beiden anderen Sirenen ebenfalls ausgefallen war, hörten wir während wir uns umzogen konzentriert der automatischen Lautsprecherdurchsage zu. "Brand landwirtschaftliches Objekt - Türkstetten" hieß es dort. Die Kameraden Vitale, Wohlgemuth und Penn bestiegen das Tanklöschfahrzeug und begannen noch im Feuerwehrhaus mit den Vorbereitungen für den Atemschutzeinsatz. Währenddessen waren schon zahlreiche andere Kameraden eingetroffen und besetzten die Fahrzeuge. Ca. 2 Minuten nach der Alarmierung

verließ das erste Fahrzeug das Feuerwehrhaus und nur kurze Zeit später war der komplette Zug unterwegs zum Einsatzort. Bereits während der Anfahrt wurde durch Einsatzleiter, Kdt. HBI Dieter Reithmayr „Alarmstufe 2“ ausgelöst. Als wir kurze Zeit später an der Einsatzstelle eingetroffen waren, sahen wir sofort, dass (vermutlich durch Blitzschlag) das Dach des Bauernhofes (zu allem Unglück auch genau über dem Heuboden) in Flammen stand. Sofort wurde mit dem Löschangriff begonnen. Während von außen mit der Schnellangriffseinrichtung des TLF (Hochdruck Rohr) mit der Brandbekämpfung begonnen wurde, machten wir uns mit schwerem Atemschutz und einem C-Rohr auf zum Innenangriff. Während immer mehr Feuerwehren aus der Umgebung sich auf den Weg machten bzw. am Einsatzort eintrafen (in Summe 9 Feuerwehren mit rund 120 Mann) begannen wir dan Brand von innen bzw. das Dach von unten zu löschen. Als dann für einen kurzen Moment kein Wasser mehr kam (unser Tankwagen war leer - in so einem Fall sind 4.000 Liter binnen weniger Minuten aufgebraucht) kann ich sagen, dass es mehr als „unangenehm“ ist, in einem dunklen Heuboden zu stehen während das Dach in Flammen steht, glühende Dachteile herunterstürzten bzw. Funken herumfliegen und man ringsherum von Heu bzw. Heuballen umgeben ist... Da parallel allerdings bereits fieberhaft an den Zubringerleitungen vom Löschwasserbehälter im Gewerbepark bzw. vom „Danschlmoa Teich“ gearbeitet wurde bzw. die Besitzer sowie Nachbarn rasch mit wassergefüllten Güllefässern zur Stelle waren stand binnen kürzester Zeit wieder Löschwasser zur Verfügung und wir brachten mit vereinten Kräften den Brand unter Kontrolle. Nachdem die ersten Löschmaßnahmen abgeschlossen werden konnten, begannen die Feuerwehren (unter anderem mit Unterstützung der Teleskopmastbühne Walding) mit den Nachlösch- bzw. Sicherungsarbeiten (abplanen) am Dach. Spätestens seit dem letztjährigen Hagelunwetter sind wir darin ja schon wirklich sehr geübt... Nach der abschließenden Kontrolle mit mehreren Wärmebildkameras wurde der Einsatz beendet die Einsatzstelle geräumt und die Feuerwehren rückten wieder in die jeweiligen Feuerwehrhäuser ein. Da nach solchen Einsätzen meist auch umfangreiche Nacharbeiten (Versorgung und Wiederaufrüstung von Fahrzeugen und Geräten) zu erledigen sind, hatten wir schlussendlich eine kurze Nach und kamen gegen 02.30 Uhr wieder ins Bett (um gegen 05:10 Uhr erneut mittels Sirene geweckt zu werden 🙂 - Bericht dazu folgt). Abschließend bleibt zu diesem sehr herausfordernden Einsatz zu sagen, dass durch das rasche Erkennen des Brandes sowie die rasche Alarmierung durch die Besitzer/Nachbarn aber auch durch das rasche und professionelle Eingrefen der Feuerwehren hier unter umständen ein Großbrand buchstäblich in letzter Minute verhindert werden konnte. Wären wir nur wenige Minuten später eingetroffen wäre der Heuboden in Vollbrand gestanden!

Wir bedanken uns bei allen Feuerwehren, die uns bei der Bewältigung dieses Einsatzes unterstützt haben (FF Eidenberg, FF Lichtenberg, FF Berndorf, FF Ottensheim, FF Walding, Berufsfeuerwehr Linz, FF Lassersdorf, FF Koglerau)! Danke auch der Besitzerfamilie sowie den Helfern aus der Nachbarschaft welche durch Ihr rasches und umsichtiges Handeln auch einen wertvollen Beitrag geleistet haben um Schlimmeres zu verhindern!




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