Oslo meets Gramastetten

Was hat das ferne Oslo in Norwegen mit unserem heimischen Gramastetten zu tun und vor allem - wo ist da der Zusammenhang mit der freiwilligen Feuerwehr?


Tja - eine gute Frage und die Antwort ist... die Oslo-Methode!

Bei dieser speziellen Technik zur Bergung von verunfallten Personen aus Kraftfahrzeugen kommt ein "Zugverfahren" zum Einsatz. Dabei werden massive Ketten zum Einen an den hinteren Rahmensäulen sowie zum Anderen an der Lenksäule des verunfallten Fahrzeugs angebracht und an die schweren Feuerwehrfahrzeuge nach vorne bzw. zurück gespannt. Das Feuerwehrfahrzeug, das an der Lenksäule zieht sollte dabei mit einer Seilwinde ausgestattet sein um den Zug fein justieren zu können - das andere Fahrzeug hält mehr oder weniger dagegen. Sinn dieser Methode ist es (wie bei anderen Bergetechniken auch) das meist stark deformierte Unfallfahrzeug soweit zu öffnen, dass eine gefahrlose und schonende Bergung der eingeklemmten Fahrzeuginsassen möglich wird. Sie ersetzt dabei nicht den Einsatz von Bergeschere und Rettungsspreizer oder Rettungszylinder. Diese Geräte kommen in der Regel parallel ebenfalls zum Einsatz.

Dies Oslo-Methode kann auch nicht bei jedem Unfallszenario eingesetzt werden - Voraussetzung für einen zielführenden Einsatz sind unter anderem genügend Platz um die Feuerwehrfahrzeuge für das Zugverfahren in Stellung zu bringen! Entwickelt wurde diese Methode (und daher auch der Name) von Norwegischen Feuerwehrleuten bzw. Paramedics - im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder weiterentwickelt.


Im Zuge einer Monatsübung wurde diese Einsatztechnik nun auch bei der freiwilligen Feuerwehr Gramastetten geübt - mit großem Erfolg. Nach einer theoretischen Schulung über die Grundlagen der Oslo-Methode ging es in die Praxis bei der ein "nicht mehr ganz fabrikneues" KFZ als "Übungsopfer" herhalten musste. Alle Teilnehmer waren mit großem Interesse dabei und sind nun, mit dem Wissen um eine weitere Bergemöglichkeit ausgestattet, bereit für den nächsten Einsatz!



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