Eine kurze Geschichte
der Feuerwehr Gramastetten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund der Feuerlöschordnung von 1850 war jedermann verpflichtet, im Brandfall zu helfen. Großbrände im Markt Gramastetten wie 1842 (13 Häuser abgebrannt), 1861 (41 Häuser vernichtet) und 1862 (9 Häuser und Holzstadel) machten aber den Ruf nach organisierter Hilfe laut.

 

Auf Initiative von Oberlehrer Johann Wöran schritt man am 22. Februar 1885 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gramastetten als Verein. Wenige Monate später, am 19. April, fand die erste Übung statt. Der Jahresbericht schloss damals mit dem Spruch: „Des Nächsten Hab zum Schutz – der Flammengier zum Trutz“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Den ersten Brandeinsatz bewältigte der Feuerwehr Gramastetten beim Feuer im Steiningergut in Hals am 16. Juni 1886. Am 22. September desselben Jahres trat die FF Gramastetten mit 73 Mitgliedern dem Landesverband bei.

10.2.1897 wurde die Handdruckspritze durch eine neue Saugspritze der Firma Rosenbauer um 700 Kronen ersetzt.

Vom Friseurmeister und Regimentsmusiker Johann Führlinger wurde 1898 die Musikkapelle Gramastetten gegründet, die sich der Feuerwehr anschloss, um vor finanziellen Schwierigkeiten sicher zu sein, wie es hieß.

 

 

 


In der Folge verging kein Jahr ohne Brandeinsätze. Mit den durchwegs primitiven Geräten rückte man den Flammen recht erfolgreich zu Leibe.

1910 beging die Feuerwehr in Anwesenheit vieler auswärtiger Gäste ihr 25 jähriges Bestandsjubiläum. Bis dahin hatte die Wehr bei 34 Großbränden und etlichen kleinen Feuern Hilfe geleistet.

1913 wurde ein Rettungswagen für Pferdegespanne für die Feuerwehr angekauft. Im ersten Weltkrieg waren 39 Mann der Feuerwehr eingerückt und vier kamen nicht mehr heim.

Der 15. 12 1930 ging in die Geschichte der Feuerwehr ein, weil eine moderne Rosenbauer B48 Motorspritze von der Gemeinde angekauft wurde.

 

 

 

Beim 45jährigen Bestehen im Jahr 1930 zählte man 78 Mitglieder, die sich in Kommando, Steigermannschaft, Spritzen- und Sanitätsmannschaft bzw. Altgediente aufteilte.

 

 

 

 

 

Die Feuertaufe erlebte die neue Motorspritze am 1. August 1932 bim Großbrand beim Riederer. Die Geselligkeit wurde bei Kränzchen und Familienabenden eifrig gepflegt. Die Feuerwehr spielte auch Theater. 1933 wurde unter Spielleiter Hugo Gielge das Stück „Der Regimentsarzt“ aufgeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.6.1933 Großbrand beim Aschlberger

 

1935 wurde das 50-Jahre Jubiläum gefeiert. 380 Feuerwehrmänner aus vielen Feuerwehren und vier Musikkapellen waren dabei. Die Wehr zählte 95 Mitglieder.

 

 

 

 

 

 

 


 

Im Zweiten Weltkrieg war der überwiegende Teil der Männer im Kriegsdienst, wo sechs nicht mehr heim kamen. Gramastetten hatte eine weibliche Feuerwehr, die Jungmädeltruppe, die unter anderem im Winter 1944 beim Brand des Stall- und Wirtschaftsgebäudes des Georg Maurer im Markt 26 wertvolle Arbeit leistete.

 

 

 

Bei den letzten Kampfhandlungen zu Kriegsende brannte die Volksschule bis auf die Grundmauern nieder, ebenso drei Häuser und sieben Scheunen. Löscharbeiten wurden durch verschiedene Umstände ver- und behindert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Zuge der Änderung der Organisation des Feuerwehrlöschwesens in jedem politischen Bezirk wurde Landesrat Hartl zu Bezirksfeuerwehrkommandanten für Urfahr-Land (bis dahin Kreisleiter) gewählt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da das Hornsignal ob seiner geringen Lautstärke seinen Zweck nicht mehr erfüllte, wurde auf der Turnhalle in der Mitte des Marktes eine Sirene montiert.

Feuerwehrauto 1949


 

 

1950 wurde im Markt Gramastetten die Wasserleitung gebaut. Zum ersten Mal gab es Hydranten die gleich ausprobiert wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1950 wurde ein Jeep-Williams als zweiter Mannschaftswagen von der Gmundner Rettung erworben.

1950 Bezirksfeuerwehrkommandant wurde Günther Gielge - Landesfeuerwehrkommandant wurde Franz Hartl

 

 

1952 Feuerwehrhausweihe und Motorspritze – 48 Feuerwehren kamen zu diesem Fest.

 

 

 

Das 1948 angekaufte Feuerwehrauto LF8 Mercedes Benz wurde 1953 durch ein LF8 Steyr (A-Typ) 1500 mit Geländegang ersetzt.

Nach dem Bezirkssieg belegte die FF Gramastetten beim Landesbewerb 1953 in Linz den hervorragenden 3.Platz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

1954 Gramastetten war eine Woche lang im Hochwassereinsatz im Katastrophengebiet von Ottensheim, Walding und Goldwörth. 35 Feuerwehrmänner erhielten dafür die Hochwassermedaille.


 

 

1955 70-Jahr Jubiläum mit Segnung des neuen Fahrzeuges Steyr A-Typ FL 8

 

 

 

 

 

 

1956 Am 3. März loste ein Warmwettereinbruch einen gewaltigen Eisstoss auf der Rodl aus.

Ursache der Brände in den 1950er und 1960er Jahre waren meist Blitzschläge. 1956 und auch 1957 brannte das Bernreitergut zwei Mal durch Brandstiftung ab. Auch 1962 brannte das Haus wieder und es wurde wieder Brandstiftung vermutet.

1957 wurden im Markt zwei Löschwasserbehälter errichtet und eine VW-Motorspritze angekauft.

1958 brannte direkt im Markt das Wirtschaftsgebäude von Leopold Kohl ab. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Häuser.

1959 stürzte in Lichtenhag ein Flugzeug ab, wo zwei Menschen ums Leben kamen, die FF löschte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1965 Ankauf von LFB Unimog mit Seilwinde

1970 starb der amtierende Landesfeuerwehrkommandant Franz Hartl

1971 Großbrand im Sägewerk Breuer. Das Sägewerk aus Holz wurde samt den drin befindlichen Maschinen vernichtet.

 

 

1971 starb Ehrkommandant Hugo Gielge, dessen Feuerwehrchronik die Grundlage dieses Rückblicks ist.

 

 

1973 wurde der Tankwagen TLF 200 vom Typ Steyr 590 angekauft.

1974 wurde der Tankwagen gesegnet und der Hartl-Gedächtnisbewerb mit 67 Gruppen, davon 21 Jugendgruppen abgehalten.

1976 war am 1.+2.5. ein großer Bezirksfeuerwehrtag mit dem Jubiläum – 25 Jahre Bezirksfeuerwehrkommandant Gielge mit Festakt, Geräteschau, Löschangriffe, Einsätze mit techn. Geräten.

1978 war 1. OÖ Landesfeuerwehrmusikentreffen in Gramastetten wo der Feuerwehrmarsch gleichzeitig mit 300 Instrumente gespielt wurde.

1979 wurde ein Gasspürgerät und ein Sirenensteuergerät angekauft und eine zweite Sirene am Gemeindeamt montiert.

1980 wurde vom Landeskatastrophenhilfsdienst KHD ein 30 KVA Stromaggregat an die Feuerwehr übergeben.

1985 zum 100 Jahr Jubiläum wurde das Zeughaus generalsaniert, das ganze Gebäude wird jetzt von der Feuerwehr und eine Motorspritze RVW 1200 gekauft, mit Wettbewerb gefeiert.

1988 Bezirksfeuerwehrkommandant Gielge Günther tritt nach 38 Jahren als Bezirksfeuerwehrkommandant zurück.

Text / Fotos mit freundlicher Unterstützung von E-AW Günther Gielge

Wir werden diese Geschichte laufend fortschreiben bzw. mit weiteren für uns bedeutsamen, historischen Ereignissen und den dazugehörigen Bildern anreichern.

Bleiben Sie neugierig!

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FF Chronik_178_Landesfeuerwehrkommandant
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FF Chronik_175 (10)_b_1950 Wasserleitung
FF Chronik_178_Landesfeuerwehrkommandant
FF Chronik_183_Bezirksfeuerwehrkommandan